Fr
01
Jan
2009
As E-Mail goes by...
Schöne Schale, ohne Inhalt. So oft im Netz anzutreffen...Es ist erst etwa ein halbes Jahr her, da ich keine Lust mehr darauf hatte, mich weiterhin auf ignorante Online-Anbieter einzulassen und gewillt war etwas gegen diesen Missstand im Netz zu unternehmen.
Vielleicht hätte ich die Idee von einer Klassifizierung des E-Mail Korrespondenzverhaltens wieder verworfen, wäre meine Wunschdomain zum Thema bereits besetzt gewesen. Wem auch immer sei Dank, war aber die Domain uawg.ch noch nicht belagert…
Der erste Projektkontakt mit der Öffentlichkeit fand Ende August ‘09 an der Schweizer Fachmesse für Marketing, Kommunikation, Event und Promotion (emex) in Zürich, Örlikon statt.
Der erste "Mensch" - also ganz reale Begegnung, vis a vis im Gespräch, dem ich mein Projekt unterbreitete, wurde gleichzeitig auch der erste Teilnehmer der uawg.ch (später EMRESTY.ch).
Heute bin ich Herrn Thomas Lang von der Carpathia Consulting GmbH dafür auch dankbar, dass ausgerechnet er den ersten Anstoss einer doch hoffentlich erfolgreichen Projekt-Reise gemacht hat. Seine Tipps halfen dem Projekt die korrekte Richtung einzuschlagen. Es hat sich bewährt.
Weniger Freude herrschte nach den uAwg-Recherchen. Ein Fiasko und ein Armutszeugnis der Online-Anbieter durch und durch. Am härtesten traf es die durch das Gütesiegel "trusted-Shops" zertifizierten E-Shops. In Bezug auf ihre Korrespondenzleistung (Neukundengewinnung, Anstand, Manieren…) erwiesen sie sich als wenig glaubwürdig und unbrauchbar.
Auch etwas seltsam verhält es sich mit den über 200 ausgezeichneten Teilnehmern der uAwg-Recherche (CH / D). Gerade eine handvoll hat die freiwillige Regel der Portalaufnahme befolgt und (hoffentlich) mit Stolz Ihr @-Referenzzeichen auf ihre Seite eingebunden. Dabei bedankten sich fast alle für die Auszeichnung. Sie jedoch anzunehmen, scheint wenig "lukrativ" zu sein. Schade.
Bei den Recherchen schnitten am besten Schweizer Versicherungen und ein paar "kleinere" Schweizer Banken ab. Blogbetreiber waren sowohl überaus freundlich und beantworteten auch "intime" Fragen wie aber auch äusserst primitiv und daneben in ihren Reaktionen.
Zusammengefasst kann ich festhalten, dass obwohl von vielen Seiten schlechte E-Mail Korrespondenzleistung angeprangert und praktiziert wird, Bewegung nur langsam in die Sache zu kommen scheint. Interessanterweise haben osteuropäische Länder, Südamerika und Länder aus dem Asiatischen Raum grosses Interesse an der Zertifizierung der E-Mail Korrespondenzleistung angemeldet.
Vielleicht ist die westliche Welt in diesen Fragen bereits überfordert oder einfach arrogant genug und pfeift schlussendlich auf das was sie permanent zu versprechen versucht: Kundenservice wird bei uns GROSS geschrieben.
Wenn von zehn E-Mail Anfragen etwas mehr als gerade mal Eine beantwortet wird, stellt sich die Frage nach dem "Wo ist bitte schön der Kundenservice?"
Wer schweigt, verliert. Um Antwort wird gebeten - per E-Mail.

